AERZTENETZWERK GRAUHOLZ
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Informationen zu den verschiedenen Versicherungsangeboten / Hausarztmodellen der Krankenkassen im Grundversicherungsbereich

- konventionelles Hausarzt-Modelle (5-15% Rabatt)
Grundlage ist ein Vertrag zwischen einer Gruppe von Ärzten (Ärztenetzwerk) und einer Krankenversicherung. Sie wählen einen der teilnehmenden Ärzte als koordinierenden Arzt aus, den sie bei allen Gesundheitsproblemen immer zuerst konsultieren . Ihr gewählter Arzt ist so umfassend über Ihren Gesundheitszustand informiert und weiss genau, wann er Sie zu einem Spezialarzt oder ins Spital weiterweisen muss. Damit werden eine bessere Planung und Koordination sowie eine Vermeidung von Doppelspurigkeiten erreicht. Das führt zu Einsparungen, die Ihnen die Krankenversicherung in Form eines Prämienrabattes weiter gibt.
Für die Koordination der Leistungen erhält das Netzwerk, dem der Arzt angeschlossen ist, einen Steuerungsbeitrag. Dieser Steuerungsbeitrag muss im Netzwerk für Projekte eingesetzt werden, welche wiederum die Qualität und die Effizienz der medizinischen Versorgung im Netzwerk verbessern. Der Hausarzt hat in diesem Modell Einblick in die Kosten, welche die von ihm gemachten Entscheidungen auslösen. Er erhält von der Krankenversicherung jeden Monat die Namen und Kosten der bei ihm eingeschriebenen Hausarztpatienten. Dem Datenschutz ist dabei Rechnung getragen, da Sie Ihre Krankenversicherung mit der Akzeptanz der Versicherungsbedingungen des Hausarztmodells dazu ermächtigen.


- Hausarzt-Modell mit Budgetmitverantwortung (15-20% Rabatt)
Für diese Variante des Hausarztmodells gilt das gleiche wie für die konventionelle Variante. Zusätzlich haben das Ärztenetz und die Krankenversicherung ein Budget ausgehandelt, das dem Ärztenetz für die Behandlung der Patienten zur Verfügung steht. Dieses Budget wird sehr sorgfältig berechnet, da es nicht passieren darf, dass einem Patienten Leistungen vorenthalten werden. Es beinhaltet immer eine Rückversicherung für Hochkostenfälle (schwer kranke Patienten) und ist nur dann sinnvoll, wenn genügend Patienten bei einem Ärztenetzwerk eingeschrieben sind. Das Budget wird dem Ärztenetzwerk nicht ausbezahlt, sondern ist quasi ein Kontokorrentkonto bei der Krankenversicherung. Hält das Ärztenetzwerk das Budget ein, erhöht sich der Steuerungsbeitrag, sind die Kosten höher, nimmt er ab. Die Therapiefreiheit des Arztes bleibt auch in diesem Modell vollumfänglich erhalten.


- HMO-Modell (bis 25% Rabatt)
In einem HMO-Modell verpflichten Sie sich, im Krankheitsfall immer zuerst die von Ihnen gewählte HMO-Praxis aufzusuchen. HMO Praxen gehören einer Betriebsgesellschaft, welche die Aerzte anstellt. Die grosse Mehrheit der Betriebsgesellschaften von HMO Praxen gehören den Krankenkassen. Diese legen ein Budget mit den von Ihnen betriebenen Praxen fest.
Beispiel: Sanacare Bern, Basel, Zürich, Swica HMO’s.


- Light-Modell (ca. 20% Rabatt)
Es gibt zwei Arten von Lightmodellen:
Variante 1: Die Krankenversicherung stellt einseitig eine Liste mit (günstigen) Ärzten zusammen. Der Versicherte wählt daraus seinen koordinierenden Arzt.
Variante 2: Die Krankenversicherung gibt keine Liste vor. Der Versicherte wählt einen beliebigen Arzt aus und meldet dies der Krankenversicherung.
In jedem Fall verpflichtet sich der Versicherte, im Krankheitsfall zuerst seinen gewählten koordinierenden Arzt aufzusuchen. Je nach Krankenversicherung gibt es zusätzlich Einschränkungen bezüglich Spitalwahl und Medikamentenwahl (Generika) sowie vor gewissen Eingriffen die Pflicht, eine Zweitmeinung einzuholen. Bei Light-Modellen besteht kein Vertrag zwischen der Krankenversicherung und dem Netzwerk, folglich erhält das Netzwerk keinen Steuerungsbeitrag der Versicherung. Der Hausarzt hat keine Einsicht in die Kosten, welche er durch seine Entscheidungen auslöst.
Beispiel: MedDirect der Visana, Profit der CSS, FAVORIT MEDICA der SWICA, gewisse Hausarztversicherungen der Helsana (z.B. Solothurn, Zug – funktionieren nach der Variante 1), BeneFit von Helsana (funktioniert nach der Variante 2)


- Telmed-Modell (bis 15% Rabatt)
Der Versicherte verpflichtet sich bei jedem neuen Gesundheitsproblem (ausser bei Notfällen) sich vor dem ersten Arztbesuch immer an eine telefonische Beratungsstelle zu wenden. Es gibt zwei solche medizinische Callcenter in der Schweiz: medi24 in Bern und Medgate in Basel. Ihre Krankenversicherung hat mit einem der beiden Anbeiter einen Vertrag geschlossen. Das Callcenter berät Sie und empfiehlt Ihnen wenn nötig, einen Arzt oder Spital aufzusuchen. Je nach Krankenversicherung sind diese Ratschläge verbindlich oder nicht.
Beispiel: PREMED24 von Helsana, Telmed bei KK’s der Groupe Mutuelle …


Andere Sparmöglichkeiten
- Wenn Sie eine höhere Franchise wählen (bis fast 50% Rabatt)
- Wenn Sie nur beim Arbeitgeber gegen Unfälle versichert sind
- Wenn Sie die Grundversicherung bei längerem Militärdienst sistieren
- Wenn Sie bei tiefem Einkommen bei der Gemeinde eine Prämienverbilligung beantragen
- Wenn Sie unnötige Zusatzversicherungen sistieren
(ausgenommen „Spitalzusatzversicherung für allgemeine Abteilung ganze Schweiz“)
- Wenn Sie zu einer günstigeren Krankenkasse (Grundversicherung) wechseln


Weitere Informationen
Internet: www.“beliebige KK“.ch /
www.comparis.ch
oder Telefonische Auskunft bei Ihrer KK
(Abkürzungen: KK=Krankenkasse / HA=Hausarzt/-ärztin)