Scharlach:

Ursache: Infektion durch Bakterien, die Streptokokken Typ A. Diese Keime sind häufig auch bei gesunden im Rachen zu finden, können aber das Bild einer Scharlach erzeugen. Damit es zum Bild der Scharlach kommt, braucht es das Zusammenspiel der Genetik des betroffenen Menschen und der Keime.

Krankheitsverlauf/ Symptome: Plötzlicher Beginn mit Fieber (bis zu 40°), Erbrechen, Kopf- und Halsschmerzen. Zunge zuerst dick belegt, ab 2. Tag "Erdbeerzunge".

typische Erdbeerzunge der Hautausschlag

Ausschlag dicht, rauh, kleinstfleckig: zuerst und am stärksten am Unterbauch und Schenkeldreieck, übergreifend auf den Körper, Achselbeugen und Beugeseiten der Arme und Beine. Blässe um den Mund im fiebergeröteten Gesicht. Falls keine Behandlung erfolgt tritt nach 7 bis 10 Tagen eine Schuppung an Handteller und Fussohlen auf.

Komplikationen vermeiden/ Uebertragung verhindern: Wenn die Kinder nicht antibiotisch behandelt werden kann es zu Komplikationen an Herzklappen und Nieren kommen, weshalb Sie bei Verdacht auf Scharlach den Hausarzt aufsuchen sollten. Er kann die Diagnose an Hand eines Rachenabstriches stellen und anschliessend die nötigen Antibiotika verschreiben, um Komplikationen zu verhindern.


Uebertragung:Übertragung durch Schmier- und Tröpfcheninfektion. Eintrittspforten sind Rachenschleimhaut oder Wunden. Von der Ansteckung bis zu den ersten Symptomen verstreichen 2-7 Tage. Ohne Therapie mit Antibiotika sind die Kinder über mehrere Wochen ansteckend! Unter Behandlung mit Penicillin besteht nach 24h keine Ansteckungsgefahr mehr.


Behandlung zu Hause:
• Bettruhe bei Fieber, viel Trinken
• allgemeine fiebersenkende Massnahmen ( kalte Wickel, Fieberzäpfchen)
• Wichtig: Medikamente, Antibiotika, gemäss Hausarzt einnehmen!!

Wann wieder in die Schule schicken?

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind Scharlach hat, Symptome wie unter Krankheitsverlauf beschrieben, zeigt, sollten Sie es daheim behalten und zum Hausarzt / Hausärztin gehen. Falls er/ sie den Verdacht bestätigt, beginnen Sie die Therapie mit den Antibiotika, welche Ihnen vorgeschlagen werden. 24 Stunden nach Beginn der Therapie mit den Antibiotika ist Ihr Kind nicht mehr ansteckend. Bevor Sie Ihr Kind wieder zur Schule schicken sollte es sich wieder gesund fühlen und wegen der Ansteckungsgefahr mindestens 24 Stunden Antibiotika erhalten haben.